Selbstbewusst sein und wirken

Selbst. Bewusst. Sein. Sie sind, wie Sie sind. Seien Sie sich Ihrer selbst bewusst. Was ist Selbstbewusstsein? Selbstbewusstsein entsteht durch Ihr Denken. Es ist damit ein Teil Ihrer eigenen Persönlichkeit. Wer oder was bin ich? Dies sind häufig die Fragen, die sich Menschen stellen und selbst beantworten. Das Ergebnis bestimmt Ihr Selbstwertgefühl, das Gefühl und Ihren Wert also, den Sie sich selbst geben. Damit Ihr Selbstbewusstsein und damit auch Ihr Gefühl für Ihren Selbstwert optimal sind, müssen Sie in den Spiegel schauen können und die Person, die Sie sehen, von Herzen lieben. Beim Blick in den Spiegel sollten Sie sich bewusst machen, warum Sie sich selbst lieben.

 

Was sind Ihre Stärken?

Was können Sie selbst besonders gut?

Was fällt Ihnen leicht?

 

Hinterfragen Sie Ihre Kindheit. Was waren und sind bis heute Ihre Ecken und Kanten, also die besonders auffälligen Merkmale Ihrer Persönlichkeit? Häufig konnten diese Persönlichkeitsmerkmale weder durch Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf abgefeilt oder abgeschliffen werden. Das ist gut so. Das sind Sie. Sie selbst. Werden Sie sich dem bewusst. Dies bestimmt Ihr Sein und Dasein. Hier liegen Ihre Stärken, die Ihren eigenen Wert – Ihren Selbstwert – ausmachen. Fragen Sie Familie und langjährige Freunde genau nach diesen Ecken und Kanten. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen auffällt. Ja, das sind Sie. Das ist die Futterstelle Ihres Lebens, der Nährboden Ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Hinterfragen Sie aufgrund dieser Merkmale Ihren Lebenslauf. Hier sehen Sie rückwirkend betrachtet den Grund für Ihren bisherigen Weg. Stärken Sie Ihre Stärken. Mangelndes Selbstbewusstsein und mangelnder Selbstwert liegen jedoch häufig am menschlichen Schwächenmanagement, dem Beschäftigen mit eigenen Schwächen also.

 

Warum? Denken Sie zurück an Ihre Schulzeit. Speziell vielleicht an eine Leistungskontrolle in Mathematik. Sie bekommen Ihre Leistungskontrolle wieder. Zehn Aufgaben waren zu lösen. Eine Aufgabe haben Sie falsch gelöst. Sie bekamen deswegen nur die Note 2. Sie ärgern sich, weil Sie nicht alles richtig gemacht haben. Dann wird es noch schlimmer. Der Lehrer sagt zu Ihnen: „Bitte korrigieren Sie Ihre Fehler bis zur nächsten Unterrichtsstunde.“ Sie gehen nach Hause, ärgern sich über die knapp verfehlte Note 1 und korrigieren den einen Fehler, Ihre vermeintliche Schwäche also. Dies sind die ersten und leider auch prägenden Ereignisse im fehlenden Selbstbewusstsein von uns Menschen. Dieses Verhalten wird uns im Bildungssystem anerzogen. Machen Sie sofort Schluss damit. Nehmen Sie Ihre Selbstbewusstseinslupe gleich jetzt in die Hand! Gehen Sie mit dieser Lupe über Ihre Leistungskontrolle und schauen Sie sich die zehn gelösten Aufgaben genau an. Stimmt, eine Aufgabe haben Sie falsch gelöst. Aber: Sie haben neun von zehn, also fast alle Aufgaben, richtig gelöst. Toll. Prima. Freuen Sie sich darüber. Dies erhöht Ihr Selbstbewusstsein und Ihren Selbstwert. In Ihrem Beruf sowie Ihrem Privatleben sollte dasselbe geschehen.

 

Viele Menschen ärgern sich nach getaner Arbeit häufig über eine bestimmte Situation am Tag, die besonders negativ war. Hatte der Arbeitstag aber nicht mindestens acht Stunden? Kann es sein, dass diese negative Situation – vielleicht sogar das Gespräch mit dem Chef – nur zehn Minuten gedauert hat und Sie an sieben Stunden und fünfzig Minuten einen richtig tollen Tag hatten? Ziehen Sie nach solchen Situationen immer Ihre Selbstbewusstseins- und Selbstwertlupe aus der Tasche. Schauen Sie genau durch Ihre Lupe. Was war gut in dieser Situation oder an diesem Tag? Machen Sie sich ein genaues Bild von Ihrem Leben und Ihren Lebensabschnitten. Denken Sie daran: Gewinner sind immer Teil der Lösung. Sie übernehmen Verantwortung für die Situation und Ihr Leben. Verlierer sind immer Teil des Problems. Sie machen sich zum Opfer und geben die Verantwortung an Ihre Umwelt oder andere Personen ab. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Übernehmen Sie Verantwortung und nehmen Sie Ihre Stärken genau unter die Lupe. Ihre Stärken sind das, was Sie können. So werden Sie zum Gewinner und Könner.

 

Nachdem Sie sich Ihrer Stärken selbst bewusst sind und deren Wert genau kennen, stellen Sie sich in Ihrem Leben immer die Frage nach den Problemen anderer Menschen. Der Sinn von erfolgreichen Menschen und Persönlichkeiten liegt in der Problemlösung. Warum verdienen zum Beispiel Ärzte und Rechtsanwälte so gutes Geld? Die Antwort ist einfach. Sie lösen Probleme. Ärzte machen kranke Menschen wieder gesund. Rechtsanwälte schlichten unter anderem Streitigkeiten und sorgen damit für Recht und Ordnung. Werden Sie Problemlöser von anderen Menschen. Stellen Sie sich selbst nicht nur die Frage, was Sie können, wollen und welche Stärken Sie ausmachen, sondern hinterfragen Sie in Gesprächen mit Chefs immer deren Probleme. Dafür werden Sie bezahlt. Je besser Sie das machen, umso besser werden Sie sogar auch  bezahlt. Achten Sie hier jedoch bei Gesprächen mit Vorgesetzten und Führungskräften auf Ihre Wortwahl. Chefs und Manager reden nicht gern von Problemen. Für sie sind Probleme Herausforderungen. Chefs sind Gewinnertypen. Und Gewinner sind immer Teil der Lösung. Daher formulieren Sie in Gesprächen mit Chefs Probleme positiv um. Denken und fragen Sie mit offenen W-Fragen in Lösungen, Ergebnissen und Resultaten. Chefs sagen sich: „Nur wenn es Lösungen gibt, gibt es auch ein Problem. Sonst sind es keine Probleme.“ Fragen Sie den Chef zum Beispiel: „Was könnten wir an der aktuellen Situation verbessern und optimieren? Wo wollen Sie hin? Was sind Ihre Ziele? Was sind Ihre Erwartungen? Was wäre für Sie das optimale Ergebnis?“ Dies stärkt die positive Wahrnehmung des Chefs Ihnen gegenüber. Das ist erstrebenswert und macht jedem Spaß. Sie werden merken, dass Chefs so noch lieber mit Ihnen zusammenarbeiten. Wir alle ziehen einer Trauerhalle ja auch eher eine Motivationsveranstaltung vor. Lösen Sie Probleme als „Möglichmacher“.

 

Selbstbewusstsein kann jeder Mensch in seiner Persönlichkeitsentwicklung lernen. Egal ob in Beruf oder Privatleben. Der eine schneller, der andere langsamer. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Üben Sie dies und nehmen Sie Ihr Leben ab jetzt genauer unter die Lupe.

 

Doch wie können Sie Ihr Selbstbewusstsein vor einem Gespräch mit dem Chef in kürzester Zeit positiv beeinflussen? Wie verwandeln Sie Ihre Nervosität in einer Minute in Souveränität? Hierfür gibt es drei goldene Regeln.


Erstens: Die oben genannte Vorbereitung Ihrer Stärken.


Zweitens: Power Posing. Gehen Sie vor dem Gespräch mit dem Chef in einen Raum, in dem Sie komplett für sich allein sind. Machen Sie nun Siegerposen. Machen Sie sich groß. Nehmen Sie Superheldenposen ein. Spannen Sie Ihre Muskeln passend zu den Siegerposen an. Machen Sie sich körperlich stark. Atmen Sie während dieser Zeit ganz tief in Ihren Bauch. Atmen Sie und zählen Sie bis eins, atmen Sie noch tiefer und zählen Sie bis zwei, hören Sie hier nicht auf und atmen Sie noch tiefer bis drei. Dafür sollten Sie insgesamt etwa drei Sekunden benötigen. Danach atmen Sie die tief eingeatmete Luft in sechs Sekunden in drei Stufen langsam aus. Was bewirkt diese Atemtechnik? Unser Atem versorgt auf der einen Seite unser Gehirn mit Sauerstoff. Auf der anderen Seite ist unser Atmen die einzige Möglichkeit, unsere Herzfrequenz zu beeinflussen. Atmen wir beim Rennen und Joggen schnell ein, so fährt der Puls nach oben. Atmen wir jedoch wie oben beschrieben ganz langsam und tief ein und aus, so verlangsamen wir unsere Herzfrequenz und unseren Puls. Die Nervosität sinkt damit. Die Leistungsfähigkeit steigt durch ein perfekt mit Sauerstoff versorgtes Gehirn. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, wie Sie Ihre Nervosität vor dem Chef-Gespräch noch weiter senken können?

 

Hier hilft Ihnen die dritte goldene Regel. Sie ist Ihr Glücksgefühlturbo. Mit dieser Methode reichern Sie Ihren Körper mit Glückshormonen an. Ein ganz natürliches Dopingmedikament. Ganz legal und ohne Rezept zu erwerben. Und wie heißt dieses Dopingmittel, was Ihren Gefühlsturbo zündet und Sie im Gespräch mit dem Chef Ihre Pferdestärken auch auf den Weg zu Ihrem Ziel bringen lässt? Es heißt Lächeln. Mal unabhängig davon, dass wir lächelnde Menschen als positiv einschätzen und sie attraktiver finden, ist das Lächeln Ihre Eintrittskarte für erfolgreiche Gespräche im Büro des Chefs. Während Sie sich im ungestörten Raum auf Ihre gedanklichen sowie durch das Power Posing auf Ihre körperlichen Stärken fokussieren, Ihre Herzfrequenz durch das Atmen nach unten bringen, sollten Sie gleichzeitig die ganze Minute kräftig lächeln. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass wir nach Beanspruchung unserer Lachmuskeln von mehr als 30 Sekunden Stress abbauen, entspannen und gleichzeitig Glückshormone ausgeschüttet werden. Drei positive Wirkungen also in einem. Lachen macht demnach nicht nur glücklich, sondern auch gesund. Daher bekommen Sie ab jetzt vor jedem Gespräch mit Chefs eine Minute lächeln verschrieben. Das hilft die Symptome von Nervosität zu lindern. Probieren Sie es gleich mal aus.

 

Quelle: Chefgespräch Coach Nr. 1 FÜR Mitarbeiter

Empfehlen Sie diese Seite auf: